Red Bull
Marko weist Horners Darstellung der Verstappen-Verpflichtung zurück
Der frühere Red Bull-Berater stützt Ralf Schumachers Gegenrede: Horner habe sich vor Verstappens Debüt 2016 gegen dessen Beförderung ins A-Team gestellt.

Helmut Marko hat Christian Horners Darstellung der Verpflichtung von Max Verstappen durch Red Bull zurückgewiesen. Er unterstützt Ralf Schumacher, der die Behauptung als „eine absolute Lüge“ bezeichnet hatte, und wirft Horner vor, sich 2016 selbst gegen die Beförderung des Niederländers gestellt zu haben.
Im Mittelpunkt des Streits steht Horners angekündigte Autobiografie Drive, die am 22. Oktober erscheinen soll. Der frühere Red Bull-Teamchef, der das Team 2025 verließ, behauptet darin, Marko habe Verstappen zunächst nicht gewollt. Dessen Vater Jos habe eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Einigung zustande zu bringen.
Marko unterstützt Schumachers Reaktion
Im Gespräch mit dem österreichischen Medium oe24 deutete Marko an, sich nicht ausführlich mit Horners Version der Ereignisse auseinandersetzen zu wollen.
„Ich ignoriere das so weit wie möglich“, sagte er, bevor er Schumachers Reaktion ausdrücklich lobte: „Ralf Schumacher hat das sehr gut gemacht.“
Schumacher, der frühere Formula 1-Fahrer und Experte von Sky Sports, hatte der Darstellung im Buch widersprochen und von einer Kontaktaufnahme Markos berichtet, als Verstappen noch ein Kind war.
„Marko ist auf Max zugegangen, als er gerade 11 und ein halbes Jahr alt war. Damals sagte Jos, dass es für ihn noch zu früh sei“, sagte Schumacher.
Laut Schumacher war Marko von dieser Antwort enttäuscht. Seiner Darstellung zufolge bestand Markos Interesse also schon lange vor Verstappens späterem Einstieg in die Formula 1 – statt dass er einer Verpflichtung im Weg gestanden hätte.
Früher Kontakt und Formula 3
Marko bekräftigte Schumachers Gegenrede und erklärte, dass der Zeitpunkt für diesen frühen Kontakt während Verstappens Kartkarriere noch nicht gepasst habe.
„So, wie es gekommen ist, hat es gut funktioniert“, sagte Marko gegenüber oe24.
Er verwies auf Verstappens anschließende Zeit in der Formula 3, in der sich ihre Wege erneut kreuzten. Daraus entstand eine Zusammenarbeit, die dem Niederländer letztlich vier Weltmeistertitel einbrachte.
Weiterer Streitpunkt: die Beförderung
Marko widersprach Horner auch hinsichtlich der Entscheidung, Verstappen 2016 ins A-Team von Red Bull zu befördern. Er behauptet, der damalige Teamchef habe Zweifel daran gehabt, ob der junge Fahrer schon bereit dafür sei.
„Er hielt Max für zu jung, zu unerfahren...“, sagte Marko über Horner.
Verstappen gewann den Spanish Grand Prix 2016 in Barcelona bei seinem ersten Einsatz für Red Bull. Marko verwies auf dieses Rennen und betonte dabei seine eigene Rolle: Er habe Verstappen in die F1 gebracht und sich über Horners Einwände hinweggesetzt.
Damit stehen sich vor der Veröffentlichung des Buches zwei grundlegend widersprüchliche Darstellungen von Verstappens Verpflichtung und Beförderung gegenüber.
Die Zahlen
Red BullSaison 2026
Vollständiges Profil- Meisterschaft
- P4
- Punkte
- 298
- Siege
- 1
- Podeste
- 10
- Weltmeistertitel
- 6
- 10 Podestplätze in 16 Rennen dieser Saison.
- Bestes Saisenergebnis: P1 beim Bahrain Grand Prix in Malaysia.
- 18 Punkte hinter McLaren in der Konstrukteurswertung.
Max VerstappenSaison 2026
Vollständiges Profil- Meisterschaft
- P6
- Punkte
- 188
- Siege
- 1
- Podeste
- 8
- Weltmeistertitel
- 4
- 132 Punkte hinter Meisterschaftsführer Andrea Kimi Antonelli.
- Beendete diese Saison 10 von 13 Rennen vor Teamkollege Isack Hadjar.
- Letzter Sieg: Bahrain Grand Prix in Malaysia 2026.

